Wie du dir Ziele richtig setzt und erreichst – Teil 1

Ziele bieten dir Orientierung

Unternehmen, vor allem die größeren, nutzen Zielvereinbarungen, um das gesamte System an die Unternehmensziele auszurichten.

Als eigenständiger Unternehmer wirst du ohne Ziele und ohne Plan, wenn überhaupt, nicht sehr lange erfolgreich sein. Du musst reagieren, navigieren und geschickt die besten Routen auswählen, um nicht wie beim Segeln vom Unwetter zum Kentern gebracht zu werden.

Möchtest du dein Berufs-Leben verbessern und selbstbestimmt gestalten, ist es für dich genauso wichtig, dir die richtigen Ziele zu setzen und sie konsequent zu verfolgen. Sie dienen dir als Kompass und bieten dir in deinem Tun Orientierung.

Aber Achtung! Beim Ziele setzen kannst du vieles falsch machen!

Ich selbst, habe beim Ziele setzen schon eine Menge falsch gemacht. Ich setzte mir die falschen Ziele und die auch noch nicht klar genug. Ich konnte also gar nicht anders als… scheitern.

Auch wenn du dir die richtigen Ziele optimal gesetzt hast, wird der Weg entscheidend dafür sein, ob du erfolgreich bist. Deine Strategie, deine Planung hilft dir auf deinem Weg.

Doch wie setzt man sich die „richtigen“ Ziele und wie erreiche ich tatsächlich konkrete Ergebnisse?

Nachdem bei mir wie gesagt so einiges schief gegangen ist, habe ich mich mit dem Thema beruflich wie privat zwangsläufig auseinander gesetzt und geschaut, wie die Profis das machen. Ich habe mir die Methoden erfolgreicher Menschen unter die Lupe genommen, bei Trainern und Coaches nachgefragt und das ganze mit Methoden aus meinem beruflichen Alltag als Prozessmanager kombiniert.

Einfach sollte es sein, für mich stimmig und vor allem erfolgversprechend. Et voila, hier sind sie!

7 Schritte, mit denen du Ziele erfolgreich setzt und verfolgst

Mit folgenden Schritten wirst du erfolgreich Ziele mit dir vereinbaren und konkrete Ergebnisse erreichen.

Doch Achtung! Wenn du dich nicht verändern möchtest, du keine Verbesserung in deinem Berufs-Leben erreichen möchtest, dann brauchst du deine Zeit nicht zu verschwenden. Du tust dir keinen gefallen, wenn du nur halbherzig dabei bist. Mache ganz einfach das Fenster zu und so weiter wie bisher.

Solltest du hingegen bereit sein für eine Veränderung zum Besseren, freue ich mich sehr. Lese dir den Artikel ruhig mehrmals durch. Mache dir Notizen und vor allem, halte deine Ziele schriftlich fest.

Ich bitte dich, jeden Schritt tatsächlich auch durchzuführen und dir die Zeit zu nehmen, die du dafür benötigst.

Es kann durchaus Sinn machen, mehrmals an einem Schritt zu arbeiten oder wieder ein oder mehrere Schritte zurück zu gehen. Auch wenn dir manches erst mal fremd und unsinnig erscheint, ist es wichtig, jeden Schritt gewissenhaft durchzuführen. Hast du hingegen das Empfinden, den Schritt ausreichend beantwortet zu haben, gehe zum nächsten Schritt.

Auch später wird dich dein Zielsystem immer wieder begleiten und sich mit dir verändern.

OK, legen wir los!

Schritt 1: Öffne deinen Geist – sammle 100 Wünsche

Dein erstes Brainstorming wird dir dabei helfen, deinen Geist zu öffnen. Suche dir einen angenehmen Platz. Mache es dir bequem, lege Papier und Stift bereit, atme tief durch, entspanne deinen Geist und fange an.

Was wünschst du dir? Welche Träume liegen im Verborgenen und wollen entdeckt werden?

Fragen, die dir dabei helfen:
  • Was will ich in meinem Leben und Lebenslagen erreichen?
  • Wer bin ich und wer will ich sein?
  • Was will ich haben?
  • Was will ich erleben?
  • Wen will ich treffen?

Beschränke dich nicht auf deinen Beruf. Betrachte Freizeit, Beziehungen, Familie, Geld, Wissen, Erfahrungen, Arbeitszeit, Arbeitsumgebung, Kollegen, Wohlbefinden, Gesundheit, Anerkennung, Liebe, Freundschaft, Partnerschaft,… einfach alles, was dir einfällt und was zu dir passt.

Schritt 2: Schau zurück – lerne und staune

Nachdem du deinen Geist geöffnet hast, bist du offener für die Dinge, die du schon erreicht hast. Meistens erkennen wir das nicht auf den ersten Blick. Schaue dir nun an, was du aus den vergangenen Monaten für dich mitnehmen und lernen kannst.

Was ist bisher gut gelaufen, wie sind deine letzten 12 Monate verlaufen oder deine letzten 90 Tage?

Stelle dir folgende Fragen:
  • Was hat sich in den letzten 12 Monaten getan?
    Gehe das Jahr gedanklich durch oder lese dir alte Protokolle, deinen Terminkalender durch. Schaue, was sich verändert hat.
  • Was ist gut gelaufen? Wo habe ich persönlich davon profitiert?
  • Was hat sich für mich verändert und wie fühlt sich die Veränderung an?
  • Welche Umstände haben mir dabei geholfen?
  • Was ist nicht so gut gelaufen und warum?
  • Was kann ich daraus lernen? Was kann ich besser machen?

Lerne aus den Rückschlägen, nur versuche dich vorwiegend auf die positiven Dinge zu konzentrieren.

Auch kleine Erfolge sind Erfolge.

Sei ehrlich mit dir selbst. Solltest du noch nicht so viel finden, ist das nicht tragisch. Dafür erstellst du ja jetzt dein Zielesystem.

Schritt 3: Erstelle eine Zukunftsvision – Visualisiere dein zukünftiges ICH

Nachdem du nun deine Wünsche kennst und aus der Vergangenheit gelernt hast, empfehle ich dir etwas, was besonders Spaß macht.

Gestalte dein ICH der Zukunft.

Wie fühlt es sich an, wenn du all das hast und bist, was du dir erträumst? Wie sieht es aus, was machst du, wo befindest du dich? Wie verläuft dein Tag?

Ich verstehe, wenn du Anfangs damit Schwierigkeiten hast. Wenn es erst mal nicht funktioniert, ist das kein Problem. Fange ganz einfach mit einem einzigen Wunschzustand an und steigere dich mit der Zeit. Lass deinen Gefühlen und Emotionen freien lauf. Bade förmlich in diesem neuen Zustand.

Hier sind nochmal ein paar Tipps, die dir weiter helfen:
  • Öffne dein Herz, lausche deiner inneren Stimme
  • Beschreibe möglichst genau deinen Tag oder deine Woche in der Zukunft, lasse keine Details offen
  • Was konkret soll sich verbessern? Wie sieht der verbesserte Zustand aus?
  • Schaue 3 Jahre voraus, oder auf die nächsten 12 Monate
  • Was sind deine Glücksfaktoren? Was bereitet dir Freude und Erfüllung daran?
  • Wie will ich arbeiten? Wie will ich leben?

So, das war der erste Teil. Prima, du bist ganz schön weit gekommen und hast eine Menge für dich getan. Damit kannst du schon sehr stolz auf dich sein. Du bist einer der wenigen, die konkret etwas für seine Zukunft tun. Ein smarter Held eben. 😉

Im zweiten Teil der Artikelserie  gehen wir an das konkrete Ziele setzen und du erfährst, wie du dir nicht nur Ziele setzt, sondern auch einen konkreten Plan erstellst.

In der Zwischenzeit freue ich mich über Feedback von dir. Wie ist es bisher gelaufen? Was hat sich mit den ersten Schritten bei dir verändert? Schreib mir einfach oder hinterlasse ein Kommentar.

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