Wo willst du hin? Vier einfache Schritte für mehr Life-Balance

Blogbild - Wo willst du hin

Gastartikel von Alexandra Münch

Wo willst Du hin, denn es macht jetzt keinen Sinn. Fortzugehen…

Wer wie ich ein Kind der 80er/90er ist, kennt diesen Xavier Naidoo Song evtl. noch. Ist mir bei dem Thema Lebens-Balance in den Sinn gekommen, da es keinen Sinn macht fortzugehen sondern erst mal bei sich zu bleiben.

Vor einigen Wochen hab ich an einem Workshop zur Life-Balance teilgenommen. Zunächst sehr kritisch, da ich nichts von guten Ratschlägen bei dem Thema halte, weil es für mich ein Prozess ist, der individuell im Kopf abläuft. Aber es gab ein paar gute Ideen, schneller zu wissen, ob in Nord, Ost, Süd oder West zu suchen ist.

Diese Punkte, hab ich daraus für mich mitgenommen

Erstens – Bewusstsein

Es heißt Life-Balance, weil es keine Trennung zwischen Arbeit und Leben gibt. Ist das bereits in deinem Arbeitsleben verankert oder ist es für dich nur

Hamsterrad, aus dem Du am Abend raus springst und morgen wieder einsteigst? Lebe ich bei der Arbeit? Wenn nein, wie wird sie mehr ein Teil meines Lebens als nur leisten & strampeln?

Zweitens – Prioritäten

Was sind meine Bereiche, die ich leben will? Was soll ich wollen? Und was will ich wollen: z.B. Freunde, Arbeit, Familie, Partnerschaft, Erholung, Hobbys, Sport, Bildung, Ehrenamt…

Frage Dich was Du wirklich willst. Was davon soll wie oft in eine Woche passen? Wenn es nicht passt, mach eine Reihenfolge und streiche gegebenenfalls. Und wenn Du denkst, dass außer Arbeit und etwas Ausgleichssport gerade nichts reinpasst, ist das eine Weile auch ok, wenn es dir damit im Kopf besser geht. Aber frag Dich auch, was Du möchtest, an das man sich am Ende deines Lebens erinnert.

Als mir einmal eine Kollegin sagte:

Denkst Du, du erinnerst Dich später daran, dass Du brav deine E-Mails abgearbeitet hast? Oder daran, dass Du einen netten Abend hattest?

So wurde dieser Satz ein häufiges Entscheidungstool für mein Abendprogramm.

Drittens – Werte

Wenn wir nach einem Eisbergmodell gehen, sehen wir im sichtbaren Tun immer nur die Spitze des Berges und darunter liegt im Unterbewussten die Basis mit unseren Werten, aus denen Entscheidungen für unser Tun resultieren.

Überlege: Woher kommen diese Werte? Sind es wirklich meine?

Dazu eine Übung:

Schau dir diese Werteliste an und wähle daraus die Werte, die Du dir zuordnest. Also das, was Du aktuell auch lebst. Ganz schön viele, oder? Dann wähle daraus nur noch 12 aus. Jetzt streiche weiter runter auf 8, dann auf 5.

Sei ehrlich mit Dir und prüfe: Bin das ich aktuell? Ist es was ich will? Oder will ich etwas anderes? Und was muss ich dafür verändern?

Erstelle eine Werteliste, wie Du es in der Zukunft leben möchtest. Dies mag jetzt philosophisch klingen und na klar, steh dahinter!

Viertens – TUN, aber sei geduldig mit Dir

Werte und Routinen ändern sich nicht von heute auf morgen. Aber allein die Reflexion deiner Ist- und Soll-Situation setzt einen Prozess in Gang und wird verändern wie Du morgen lebst.

Wichtig: nimm dir die Zeiten der Reflexion immer wieder, um Prioritäten, Werte anzuschauen und Ziele daraus abzuleiten und auch den Prozess über Zeiträume hinweg abzugleichen. Mach heute noch einen Termin mit Dir selbst oder einem Freund mit dem Du das gemeinsam machen kannst.

Bildquelle des Titelbilds: http://eduardovento.de/

Autor dieses Artikels war diesmal nicht ich selbst, sondern Alexandra Münch. Alex betreibt seit kurzem ihren eigenen Blog Namens „Life is to be„. Dort schreibt sie über sich und das Leben. Sie gibt Einblicke über das einfach mal sein, To Be eben.

Wenn du mehr von ihr lesen möchtest, schau auf ihrem noch jungen Blog vorbei, es lohnt sich schon jetzt.

Vielen Dank Alex für deinen Beitrag.

Frohes Schaffen!

Jan

PS: Psst, willst du mehr über das Setzen und Erreichen von richtigen Zielen erfahren?

einfach-besser-arbeiten.de

2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Schöner Artikel zu einem sehr spannenden Thema, ich bin sehr gespannt was sich beim Thema Work Life Balance in den nächsten Jahren so tun wird. In einigen Berufen kann man sich ja schon jetzt den Arbeitgeber aussuchen, da werden sicher viele Firmen bald mit neuen Angeboten um zukünftige Mitarbeiter konkurrieren.
    In diesem Artikel http://unchainedmagazine.com/weniger-arbeiten-dafuer-besser-so-gehts gibt es auch noch ein paar Tipps um mit einer geringeren Belastung bessere Resultate zu erzielen.

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar Katharina. In der Tat wird es künftig jede Menge neuer Möglichkeiten zur Gewinnung von potenziellen Mitarbeitern geben. Es sind dann nicht immer nur die „äußeren“ Bedingungen wie Gehalt, Urlaubstage, Arbeitsstunden, Kantine, Aufstiegschancen, usw., die ein Unternehmen in Zukunft attraktiv machen. Immer mehr Firmen dürfen in Zukunft immer öfter die Sinnfrage stellen und sollten vor allem Antworten darauf haben. Der respektvolle Umgang miteinander, sowie eine sinnvolle Aufgabe mit Gestaltungs- sowie Entfaltungsmöglichkeiten werden für Menschen in Arbeit immer wichtiger, um ihr volles Potenzial entfesseln zu können und „glücklich“ zu sein oder zumindest zufrieden. Schmerzensgeld, wie es heute vielerlei gezahlt wird, reicht dann nicht mehr aus. Schaffen die Unternehmen das nicht, werden früher oder später die „guten“ Mitarbeiter das Schiff verlassen und wo anders anheuern.

      Frohes Schaffen!

      Jan

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